„Bolognese-Soße“

Der Ein oder Andere hat jetzt bestimmt das Bedürfnis, mir mit erhobenen Zeigefinger zu erklären, dass es sich bei diesem Rezept nicht um eine echte Bolognese-Soße handelt. Ich kann euch beruhigen, das ist mir durchaus bewusst – daher auch die Gänsefüßchen. Ich finde es toll, dass alle Länder und Kulturen ihre typischen Rezepte haben. Die Vielfalt an Zutaten und Gewürzen sowie deren Kombinationen können so viel spannende Abwechslung auf den Teller bringen. Einige solcher landestypischen Rezepte sind gar nicht mehr fremd und auch in der deutschen Küche heimisch geworden  – so auch eine klassische Bolognese-Soße. Durch die Verbreitung solcher Gerichte in anderen Kulturen mit anderen Geschmäckern und Essgewohnheiten, werden sie stetig angepasst und verändert.

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Ich persönlich finde das nicht schlimm, wenn man von den traditionellen Rezepturen abweicht. Gerade das experimentieren und optimieren nach eigenem Geschmack sorgt doch dafür, dass wir Rezepte entwickeln und entdecken, die wir gerne immer wieder kochen wollen. Während also eine Bolognese-Soße häufig mit Sellerie, Rotwein und/ oder Speck gekocht wird (wie ich sie übrigens auch sehr lecker finde), habe ich mit der Zeit meine persönliche Rezeptur entwickelt. Dabei wollte ich u.a. auf Speck und Alkohol verzichten. Außerdem nehme ich z.B. nur frische Tomaten, weil ich finde, dass die Soße so viel aromatischer und frischer schmeckt. Und dennoch sind die Änderungen so minimal, dass es weiterhin als Bolognese zu erkennen ist – oder sag ich mal vorsichtshalber: Bolognoseähnlich 😉 .  Du bist herzlich eingeladen, meine Kreation auszuprobieren – und natürlich nach deinem Geschmack beliebig anzupassen.

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Viel Spaß beim Kochen!

Deine Sonja

 

„Bolognese-Soße“

Zutaten (für 3-4 Personen)

500 g Rinderhackfleisch

2 Zwiebeln

1 Knoblauchzehe

3 EL Tomatenmark

3 Zweige Rosmarin

2 Zweige Thymian

3-4 Möhren

600 g kleine Cocktailtomaten

wer mag: eine Peperoni

250-300 ml Wasser

Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Das Hackfleisch in der Pfanne ohne zusätzliches Öl krümelig anbraten. Währenddessen die Zwiebeln, den Knoblauch und die Kräuter fein hacken. Die Tomaten waschen und halbieren. Die Möhren schälen und kleinschneiden.
  2. Die gehackten Zwiebeln und den Knoblauch zum Hackfleisch geben und andünsten. Die Hitze dazu etwas reduzieren. Dann den Tomatenmark und die gehackten Kräuter hinzugeben und unterrühren. Die Möhren hinzugeben und mit anbraten. Die Masse salzen und pfeffern.
  3. Etwa zwei Drittel der Tomaten hinzugeben (der Rest kommt kurz vor Schluss hinzu, dann schmeckt die Soße schön knackig und frisch) und unterrühren. Wer mag, kann hier noch eine klein geschnittene Peperoni hinzugeben. Nun auch das Wasser hinzufügen. Fange hier mit 250 ml an und gebe später Wasser hinzu, wenn es dir zu dickflüssig erscheint. Die Soße nun für mindestens 30 Minuten zugedeckt köcheln lassen (je länger, desto besser schmeckt sie. Noch besser wird das Ergebnis, wenn ihr sie einen Tag vorher kocht – ist aber kein Muss).
  4. Nun die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. Wasser hinzufügen. Die restlichen Tomaten hinzugeben und die Soße für 5 weitere Minuten köcheln lassen.

Die Soße mit Nudeln und Parmesan servieren. Sie lässt sich übrigens prima für mehrere Tage vorkochen oder auch einfrieren!

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