Champignonsuppe mit Kräutercroûtons

Eigentlich sind Champignons ja nicht so sehr mein Fall. Es liegt nicht am Geschmack, denn lecker finde ich die Pilze allemal! Vielmehr ist es die Konsistenz die mich ein wenig stört, wenn sie vollständig gegart sind. Daher brate ich die Pilze immer nur kurz an, damit sie innen noch etwas knackig bleiben.

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Schließlich gehören Champignons zu den wenigen Pilzen, die man auch roh essen kann – vorausgesetzt man hat keinen empfindlichen Magen, da sie schwer verdaulich sind. Und auch dann sollte man sie nicht in all zu großen Mengen verzehren, da die rohen Pilze den Stoff Agaritin enhalten, welcher (bzw. dessen Abbauprodukte) kanzerogen wirken soll. Durch das Garen der Pilze baut sich dieser Stoff allerdings ab! Ein paar rohe Scheiben z.B. auf einem Salat geschnibbelt sind aber kein Problem.

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Bevor ich jetzt aber große Panik auslöse – weiter mit den positiven Eigenschaften. Champignons haben gerade einmal zwischen 15 und 20 kcal pro 100g, sind reich an Mineralstoffen, B-Vitaminen – wodurch sie eine gute Ergänzung bei fleischarmer/-freier Ernährung darstellen – und auch an Eiweiß. Darüber hinaus sind sie ideal für eine kohlenhydratarme Ernährung geeignet.

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So, das reicht jetzt aber hier mit dem Fluss an Informationen, weiter mit dem Rezept. Das Gute ist: Die Champignons werden hier püriert, das heißt die vielleicht unbeliebte Konsistenz der Pilze kann einem hier schon mal keine Probleme bereiten. Damit der geringe Kaloriengehalt der Pilze durch die Sahne, die häufig in Cremesuppen eingesetzt wird, nicht unnötig zunichte gemacht wird, lasse ich sie weg. Und trotzdem wird sie wunderbar cremig und geschmackvoll!

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Zur cremigen Suppe passen hervorragend knusprige Croûtons. Durch die Kräuter runden sie die Suppe außerdem mit einer angenehm würzigen Note ab. Wer mag kann ein paar kurz angebratene Pilze auf die Suppe legen (z.B. einfach fürs Auge), dass ist aber kein Muss! 🙂

 

Ganz viel Spaß beim Kochen!

Deine Sonja ❤

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Champignonsuppe mit Kräutercroûtons

Zutaten

(für 4 Portionen)

1000 kg braune Champignons

1 große Zwiebel

3 EL Olivenöl

1 Stange Sellerie

2 EL Mehl

200 ml trockener Weißwein

750 ml Gemüsebrühe

300 ml Milch

4 Scheiben Vollkorntoast

1 Knoblauchzehe

1-2 EL Kräuter (z.B. Tiefkühl-Kräutermischung)

Salz, Pfeffer

2 EL Petersilie

Zubereitung

  1. Die Champignons putzen und den Stielansatz entfernen. Die Champignons in dünne Scheiben schneiden (Hier ggf. ein paar Scheiben beiseite stellen, falls du sie nachher anbraten möchtest und mit auf die fertige Suppe geben möchtest – siehe Fotos).
  2. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Anschließend 2 EL Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln glasig andünsten. Die Stange Sellerie klein schneiden, mit in den Topf geben und kurz mitgaren. Dann die Champignons hinzufügen und unter regelmäßigem wenden etwa 5 Minuten mitgaren.
  3. Das Mehl auf den Champignons verteilen und unterrühren. Das Ganze mit dem Weißwein ablöschen und diesen kurz verkochen lassen. Dann die Gemüsebrühe und die Milch hinzugeben. Alles zusammen aufkochen lassen und dann für etwa 15-20 Minuten mit Deckel köcheln lassen.
  4. In der Zwischenzeit die Croûtons vorbereiten: Dazu das Toastbrot in kleine Würfel schneiden, in eine Schüssel geben und mit 1 EL Olivenöl, der ausgepressten Knoblauchzehe und den Kräutern deiner Wahl vermengen. Die Brotwürfel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, großzügig verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober-/Unterhitze) für 10-12 Minuten backen.
  5. Die Suppe vom Herd nehmen und mit einem Pürierstab vollständig pürieren. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Falls du zu Beginn ein paar Scheiben der Pilze beiseite gestellt hast, brate diese nun kurz in etwas Öl an. Dann die Suppe mit gehackter Petersilie, den Kräutercroûtons und ggf. den gebratenen Pilzen servieren.

 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Weißt du eigentlich, wie toll das aussieht – und ich liiiiiiiiieeebe Champignons. Das mit dem Braten mache ich auch lieber auf diese Weise. Viele Grüße von deiner Namens-Vetterin 😉

    Gefällt 1 Person

    1. foodandsoda sagt:

      Oh danke wie lieb von dir 🙂 Ich freue mich sehr über deinen Kommentar! Genau, nur kurz angebraten schmecken sie einfach deutlich besser!
      Liebe Grüße
      Sonja 🙂

      Gefällt mir

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